Bandgeschichte

Angefangen hat alles mit einer „Schnapsidee“. Im Herbst 2006 saßen die Teilnehmer eines internationalen Medizinsymposiums im portugiesischen Sagres am Abend nach einem anspruchsvollen  Vortragsmarathon in einer Strandbar bei einem Drink und beobachteten den Sonnenuntergang. Zu vorgerückter Stunde kam dann das Gespräch auch auf die Hobbies der Jugendzeit. Und da wurde die Idee geboren: „Wir gründen eine Band!“ Auch wenn so manchem am nächsten Morgen die Idee bei Tageslicht betrachtet ein bisschen zu verrückt vorkam, nahm sich eine Handvoll der Teilnehmenden die Sache doch zu Herzen. Und so trafen sie sich ein paar Wochen später zum ersten Mal in den Räumen des Langener Reisebüros Mister Travel, welches die Medizinerveranstaltung in Portugal organisiert hatte. Beim ersten Treffen ging noch alles sehr verhalten zu, keiner traute sich so richtig, aus sich heraus zu gehen. Schließlich kannten sich die Kollegen noch nicht so gut und auch die musikalischen Ausrichtungen waren insgesamt doch sehr unterschiedlich. Und auf den mitgebrachten Wandergitarren klangen die ersten Stücke auch noch nicht so richtig rockig. Erst beim nächsten Treffen in der Praxis des Frankfurter Allgemeinarztes Thomas Kiessling platzte dann der Knoten: nach dem ersten Mal „Knocking on Heavens Door“  gab es kein Zurück mehr. Nach und nach wurden neue Instrumente angeschafft, und die Begeisterung der Beteiligten wuchs mit jedem Treffen.   Die Band traf sich zunächst regelmäßig im Wartezimmer des Facharztzentrums in Neu-Isenburg, wo sie abends dem noch sehr kritischen Reinigungspersonal erste Kostproben ihres Repertoires präsentierten. Ein Bandname war auch bald gefunden: The Lickin´ Boyz (die Prügelknaben). Zwar machten die Musiker langsam Fortschritte, aber dass die Band Schritt für Schritt zusammenwuchs und sich weiterentwickelte, war noch zwei anderen wichtigen Akteuren zu verdanken. Zur Hilfestellung bei musikalischen Fragen und Unterstützung  bei der Feinabstimmung trat der musikerfahrene Langener Hendrik Bretschneider der Band hinzu und ist bei fast allen Proben anwesend. Er kümmert sich auch um den technischen Support (Mixen, Licht etc.) und erstellte die Hintergrund-Videos für den ersten Auftritt. Wichtigster Mann jedoch ist der im Hintergrund wirkende Helmut Golke, der -gerade von einer lebensbedrohlichen Leukämie genesen- sich unermüdlich um das Management kümmert und in mancher schwierigen Situation dafür sorgte, dass sich das Rad weiterdrehte. Er war es auch, der im April 2008 das erste Konzert organisierte. Mitten im alten Ortskern von Trebur-Astheim spielte die Band ihr Repertoire in dem mit rund 150 Zuschauern zum Bersten gefüllten alten Festsaal. Schon alleine das Lampenfieber heizte den Raum auf Saunatemperaturen. Trotz noch erkennbarer musikalischer Schwächen wurde das Konzert zu einem vollen Erfolg. Weil das Repertoire noch begrenzt war, musste die Band im Zugabenteil so manches Lied noch ein zweites Mal spielen. Es folgte noch einige kleinere Auftritte bei Benefiz-Veranstaltungen in Heusenstamm, Langen und Offenbach. Und bei jedem Auftritt konnten 4-stellige Euro-Beträge für gemeinnützige Zwecke (Kinderkrebshilfe, DKMS) gesammelt werden. Selbstverständlich verzichtet die Band auf jegliche Gagen. Es gilt das Motto: „Wir spielen aus Spaß an der Musik! Natürlich sind wir keine Profis und die Zuschauer werden uns den einen oder anderen kleinen musikalischen Fehler verzeihen müssen. Aber dass wir alle einen Riesenspaß haben werden, steht heute schon fest!“ Und er fügt hinzu: „Bei „Knocking on Heavens Door“ kriege ich immer noch regelmäßig eine Gänsehaut!“ Das Jahr 2012 war das bisher schwierigste Jahr. Zunächst verlor die Gruppe ihren geliebten Probenraum im Industriegebiet Neu-Isenburg, dann brach Bassist Thomas Kiessling seine Zelte in Frankfurt ab und zog nach Florida. Zudem schied Gitarrist Manfred Stoll auf eigenen Wunsch aus der Gruppe aus. Im Herbst trat dann die Zahnärztin Daliah Nadas der Band hinzu, die als Bassistin und Co-Sängerin schon nach kurzer Zeit nicht mehr wegzudenken war. Und im November war dann endlich auch ein neuer Proberaum gefunden. Die drei Jahre von 2012 bis 2015 waren sehr erfolgreich mit großen Gigs unter Anderem beim Mondsee-Festival, in der Hugenottenhalle beim Open-Doors-Festival, im Südbahnhof, in der Stadthalle Hofheim und in vielen anderen interessanten Locations. Im Jahr 2015 organisierten wir zum vierten Mal selbst das bisher größte eigene Konzert im Hangar 16 am Egelsbach Airport. Und wir hatten das Glück, vor mehr als 800 Zuschauern spielen zu dürfen. Im Januar 2016 schieden Bassistin Daliah Nadas und Gitarrist Rainer Wittig aus der Band aus.